Von einem Ordinariat für konversionswillige Lutheraner ist derzeit die Rede; dadurch könnten Lutheraner in Gruppen in die volle Gemeinschaft mit der Römischen Kirche eintreten und lutherische Liturgietraditionen beibehalten, die mit dem katholischen Glauben vereinbar sind. Für Anglikaner gibt es das schon.
Der offizielle Protestantismus hat auf dieses Gerücht ablehnend bis panisch reagiert.
Von neuem stellt sich die Frage, was eigentlich das Ziel des ökumenischen Dialogs ist.

Mundabor's Blog

If you want to have incontrovertible evidence that post V II „ecumenism“ is nothing else than a betrayal of Catholicism, look no further than at the reactions of German Lutherans to the rumours of an „ordinariate“ for local, and hopefully converted Lutherans desirous to swim the Tiber.

The reaction of some of them was, as widely reported, of an initiative in contrast with the „ecumenical“ work made by the Church in the past.  They are, of course, perfectly right.

The initiative of actively caring for those Lutherans (hopefully) desirous to side with Truth is in absolute contrast with the mentality, widely spread in Germany, that we must look at Lutherans not as people believing in error and endangering their soul, but of people simply choosing an alternative path to Salvation and therefore to be left in peace;  and truly, in a country where a Catholic Cardinal calls Luther „the common…

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Über Eugenio

Ein katholischer Priester schreibt über Himmel und Erde.
Dieser Beitrag wurde unter Ökumene, Cura animarum, Politik, Römisches, Vaticanum II, Zeitgeschehen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu

  1. Wenn die gehen wollen sollen sie gehen. Meine Sache ist ne Rückkehrökumene nicht. Zile der Ökumene sollte die gemeinsame Verehrung Christi sein, nicht die gemeinsame Unterordnung unter einen angeblich unfehlbaren alten Mann oder ein angeblich unfehlbares Gremium alter Männer. Aber wie gesagt, wenn es Menschen gibt, die meinen, ein bißchen lutherische Folklore mit altgläubigen Überzeugungen mischen zu müssen, meinen Segen haben sie.
    Aber mal umgekehrt gefragt: Was hieltest Du von einer katholischen Gemeinde, die zur Landeskirche wechselt, aber ihren Pfarrer weiterhin Priester nennt, jede Woche Abendmahl feiert und das weiterhin Eucharistie nennt? Hätte das was mit Ökumene zu tun?

    • Eugenio schreibt:

      Das Szenario, welches Sie beschreiben, entspricht ja genau dem, was zur Zeit Luthers geschehen ist und seitdem immer wieder geschieht.
      Umso mehr ist es doch zu begrüßen, wenn ganze Gruppen zur Einheit der Catholica zurückkehren wollen. Es ist das Kerngeschäft des Papstes, ihnen die Wege zu ebnen. Wenn solche Gruppen dann Traditionen mitbringen, die mit dem Glauben vereinbar sind, was spricht dagegen?
      Da die Lutheraner aber eine Abspaltung des Lateinischen Ritus sind, ist mir persönlich nicht ganz klar, welche diese Eigentraditionen sein sollen, die da bewahrt werden müssten. Es ist aber auch nicht meine Aufgabe, das zu entscheiden.
      Kardinal Kasper hat öfter beklagt, dass Gemeinschaften der Reformation das Ziel der Ökumene aufgegeben hätten: die sichtbare organisatorische Einheit aller Getauften. Man kann der Kirche kaum vorwerfen, an diesem, ursprünglich gemeinsamen Ziel festzuhalten. Wenn einzelne Gruppen von Protestanten das auch tun, umso erfreulicher.
      Alle sollen eins sein! (Joh 17, 21)

      • Das Szenario, welches Sie beschreiben, entspricht ja genau dem, was zur Zeit Luthers geschehen ist und seitdem immer wieder geschieht.

        Ähm… nee, das war dann doch mehr als ein bißchen Folklore mit den alten Inhalten, denn wären es die alten Inhalte gewesen, hätte Rom sich im Tridentinum nicht abspalten müssen…

        Es ist das Kerngeschäft des Papstes, ihnen die Wege zu ebnen. Wenn solche Gruppen dann Traditionen mitbringen, die mit dem Glauben vereinbar sind, was spricht dagegen?

        Wenn jemand konvertieren will, meinen Segen hat er. Ich find’s halt nicht nachvollziehbar. Und ich frage mich inwieweit jemand das Label „Lutheraner“ auf sich beziehen kann, der Papst und Konzilien für unfehlbar hält. Oder sind da auch Abweichungen in der Tradition denkbar.

        zur Einheit der Catholica zurückkehren

        Katholisch sind wir Protestanten so sehr wie Ihr Römer.

        Da die Lutheraner aber eine Abspaltung des Lateinischen Ritus sind, ist mir persönlich nicht ganz klar, welche diese Eigentraditionen sein sollen, die da bewahrt werden müssten.

        Gottesdienst in den Nationalsprachen. Abendmahl in beiderlei Gestalt. Aber stimmt schon, die eigentlichen Unterschiede sind dogmatischer Natur, das ist es ja gerade, was mich irritiert. Ein Lutheraner der zu Rom konvertiert ist Römer, nicht mehr Lutheraner. Kirchentrennend ist ja, wenn ich es recht verstehe, nur noch Kirchen- und Amtsverständnis. Nimmt ein Lutheraner das von Rom an, ist er eben Römer.

        Kardinal Kasper hat öfter beklagt, dass Gemeinschaften der Reformation das Ziel der Ökumene aufgegeben hätten: die sichtbare organisatorische Einheit aller Getauften.

        Och, da gibt es schon ne Organisation, etwa im Weltkirchenrat. Aber da spielt Rom ja nicht mit, weil der Papst ja nicht mehr nur Patriarch des Westens sein soll, sondern Oberchef.

        Alle sollen eins sein! (Joh 17, 21)

        Da sind wir einer Meinung.

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